Am 15. Juli 2025 verübten islamistische Fulani-Milizen ein Massaker im christlichen Dorf Bindi in Zentralnigeria. 27 Menschen wurden getötet, viele weitere verletzt. CSI leistet Nothilfe für die Überlebenden.

In der Nacht des 15. Juli drangen über 30 bewaffnete Islamisten der Fulani-Ethnie in das schlafende Dorf Bindi im zentralnigerianischen Staat Plateau ein. Sie gingen von Haus zu Haus und ermordeten Männer, Frauen und Kinder mit Gewehren und Macheten. Mindestens eine Kirche wurde niedergebrannt, 12 Häuser zerstört. Rund 2500 Menschen wurden gewaltsam vertrieben.
Die lokalen CSI-Partner nannten die tödlichen Überfälle eine gezielte „Operation-Vernichtung“. Die Überlebenden – meist Frauen, Kinder und alte Menschen – sind schwer traumatisiert und leben unter prekären Bedingungen: ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne medizinische Versorgung oder sicheren Unterschlupf.
Angriff mit Gewehren und Macheten
Rauta Dalyop Dako, die Frau eines Pastors, überlebte nur knapp: „Am Vorabend hörten wir gegen 17 Uhr Schüsse. Mein Mann dachte, es sei das Militär am nahegelegenen Kontrollpunkt. Um 3 Uhr nachts weckten uns Schüsse. Wir sahen bewaffnete Fulani-Milizen durchs Fenster. Sie umstellten unser Haus, brachen ein und begannen, Frauen und Kinder im Gästehaus zu töten. Nur durch Gottes Gnade überlebten mein Mann und ich.“
Opfer lebendig verbrannt

Solomon Sunday, Sicherheitsbeauftragter der örtlichen COCIN-Kirche, verlor Frau und Tochter. Er ist völlig am Ende: „Am Tag des Angriffs waren wir noch auf dem Feld, als wir Fulani-Milizen in der Nähe bemerkten. Ich riet meiner Familie, sich in der Kirche zu verstecken. Ich glaubte, es sei der sicherste Ort. Während des Angriffs suchten sie dann Zuflucht in der Kirche – doch die Angreifer brannten sie bei lebendigem Leib nieder.“
Auch der christliche Bauer Gyang Sunday wurde schwer getroffen: Sein Bruder, mit dem er als das Dorf bewachte, wurde erschossen. Nun trägt Gyang die Verantwortung für dessen sechs Kinder – zusätzlich zu seiner eigenen Familie.
Hilfe für Verletzte und Hinterbliebene

Nach dem Angriff flohen die meisten Dorfbewohner in überfüllte Flüchtlingslager. Es fehlt an allem: Nahrung, Medizin, Decken, Matten. CSI hilft über die lokalen Partner mit Notrationen, Kleidung, Medikamenten und Baumaterial für zerstörte Häuser.
Militär blieb passiv
Am 25. Juli fand die Beerdigung der 27 Opfer statt. Menschenrechtsaktivist James Nyango kritisierte dabei die Rolle der Sicherheitskräfte: „Diese Christen wurden im Schlaf ermordet – nur 200 Meter vom Stützpunkt einer militärischen Spezialeinheit entfernt. Dass das Dorf die Bedrohung gemeldet hat und dennoch nichts geschah, wirft ernsthafte Fragen auf.“
Seit 2018 führen Fulani-Milizen systematische Angriffe auf christliche Dörfer im Zentrum Nigerias. Millionen wurden schon vertrieben. CSI warnte 2020 vor einem drohenden Genozid an Christen. Auch in diesem Jahr gab es zahlreiche Massaker – zuletzt am Palmsonntag mit über 50 Toten.
CSI unterstützt Opfer islamistischer Gewalt in Nigeria seit 2013. Bitte helfen Sie uns, Leben zu retten!
Im Feuersturm des Dschihad – Ihre Spende rettet Christen in Nigeria und macht Mut!


