CSI befreit 300 Sklaven im Südsudan – doch nach der Freilassung benötigen die Gemeinschaften weitere Mittel, um die Rückkehrer wieder integrieren zu können.
Am 25. und 26. April hat Christian Solidarity International rund 300 Sklaven befreit. Die Aktion fand im Aweil North County und im Aweil East County im Südsudan statt. CSI setzt sich seit über 30 Jahren für die Befreiung von Sklaven im Sudan und Südsudan ein.
Nach der Befreiung erhielten die ehemaligen Sklaven jeweils eine Mutterziege. Im Südsudan stellt eine Ziege den Beginn einer sicheren Lebensgrundlage dar. Außerdem erhielt jeder genügend Hirse, um sich nach den Strapazen ausreichend sättigen zu können. Eine Feldschwester musste 120 Menschen versorgen, die an Infektionen und Schwäche litten.
Zudem wurden 400 Survival Kits verteilt. Sie gingen an die Befreiten und an besonders schutzbedürftige Menschen in den lokalen Gemeinden. Die Kits sollen auch den aufnehmenden Gemeinschaften helfen, die Wiedereingliederung der ehemaligen Sklaven zu erleichtern.

Die Hilfe geht auch nach der Befreiung weiter
Die Aktion verlief friedlich – es gab keine Zwischenfälle. Die Vertreter der lokalen Gemeinschaften dankten dem CSI-Team für die Hilfe und lobten die Initiative. Sie stehen jedoch weiterhin unter großem Druck. So kämpfen die Gemeinschaften nach der Befreiung mit einer mangelhaften Wasserversorgung, da die Infrastruktur in vielen Bereichen defekt ist.
Zur Selbstversorgung fehlen den Einheimischen außerdem landwirtschaftliche Werkzeuge und Saatgut – auch um die neuen Gemeindemitglieder versorgen zu können. Der Zugang zu sanitären Einrichtungen und Schulen ist weiterhin unzureichend. Viele der Rückkehrer leiden unter Traumata, die sie nach der Sklaverei weiterhin schwer belasten, und brauchen psychosoziale Unterstützung. Obwohl die Sklavenbefreiung erfolgreich war, ist weitere humanitäre Hilfe dringend notwendig.
Während im Südsudan weitere Freigelassene endlich zu ihren Familien zurückkehren könnten, unterstützt CSI im nördlichen Nachbarland nicht nur die Sklavenbefreiung, sondern setzt sich auch gegen den grassierenden Hunger ein. Den Sudan erfasst derzeit eine der schlimmsten Hungerkatastrophen seiner Geschichte, ausgelöst vom immer noch anhaltenden Bürgerkrieg.
Mit Ihrer Spende führt CSI Sklaven in die Freiheit.


