Christin auf perfide Art zwangsverheiratet

Die pakistanische Christin Bibi geriet durch die Behandlungskosten ihres kranken Ehemannes in finanzielle Not. Der muslimische Wachmann Muhammad Asif versprach der dreifachen Mutter Hilfe. Doch er brachte sie dazu, unwissentlich eine Heiratsurkunde zu unterschreiben, anstatt eines Darlehensvertrags. CSI setzt sich juristisch für Bibis Schutz ein.

Die 38-jährige Bibi (Name geändert) arbeitet als Reinigungskraft an der Universität für Veterinärmedizin und Tierwissenschaften in der Stadt Patoki, Provinz Punjab. Ihre fünfköpfige Familie lebt mehrheitlich von ihrem Einkommen, da ihr Mann Masih an Leukämie erkrankt ist. Wenn es sein Gesundheitszustand zulässt, arbeitet Masih als Rikscha-Fahrer.

Daumenabdruck mit Folgen

Anfang 2025 verschlechterte sich Masihs Gesundheitszustand drastisch. Die Ärzte rieten dringend zu einer Behandlung. Doch Bibi sah keine Möglichkeit, diese zu bezahlen. Sie wandte sich an Arbeitskollegen, um Hilfe zu erhalten. Der muslimische Wachmann Muhammad Asif versprach ihr, zu helfen. Die verzweifelte Analphabetin vertraute ihm, als er sie aufforderte, ihren Daumenabdruck für Dokumente zu geben, die er angeblich benötigte, um die finanzielle Unterstützung einzuleiten.

Asif hatte Bibi in eine Falle gelockt, mit verheerenden Folgen. Denn in Wirklichkeit handelte es sich bei den Dokumenten um eine Heiratsurkunde und eine Erklärung, dass sie zum Islam konvertiert sei.

Entführt und vergewaltigt

Am 14. Februar reichte Asif die Dokumente bei den zuständigen Behörden ein und entführte kurz darauf Bibi von ihrem Arbeitsplatz. Er hielt sie acht Tage lang an einem unbekannten Ort gefangen und vergewaltigte sie wiederholt.

Schließlich gelang Bibi die Flucht. Sie kehrte zu ihrer Familie zurück. Doch als diese bei der Polizei Anzeige erstatten wollte, weigerten sich die Beamten, ihren Fall aufzunehmen.

Bibis Familie berichtet, dass Asif von lokalen islamistischen Hardlinern unterstützt wird, die ihn vor einer Verhaftung schützen. Asifs Umfeld bedroht Bibi weiterhin und fordert, dass sie zu ihm zurückkehrt. Andernfalls müsse sie mit Gewalt rechnen.

CSI leistet juristische und finanzielle Hilfe

Die Familie sah keinen Ausweg mehr. Sie wandte sich an den lokalen CSI-Partner Anjum, der ihr rechtliche und finanzielle Hilfe zusicherte. Der von CSI beauftragte Rechtsanwalt stellte bei Gericht einen Antrag auf Annullierung der Ehe. Zudem fordert er die Verhaftung von Asif.

Anhaltende Gefahr von Zwangskonvertierungen

Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass in Pakistan jedes Jahr etwa 1000 nicht-muslimische Mädchen und Frauen entführt und gezwungen werden, zum Islam zu konvertieren und muslimische Männer zu heiraten. Etwa 70 Prozent der Betroffenen sind Christinnen, wie die pakistanische Zeitung Dawn berichtet. Auch hinduistische Frauen sind von diesen Verbrechen betroffen.

Die Polizei weigert sich regelmäßig, Anzeigen aufzunehmen oder gründlich zu ermitteln, insbesondere, wenn die Beschuldigten mächtigen religiösen oder politischen Netzwerken angehören.

Theoretische Religionsfreiheit

Obwohl die pakistanische Verfassung Religionsfreiheit garantiert, ist die Umsetzung vor Ort nach wie vor unzureichend. Opfer und ihre Familien sehen sich Drohungen, rechtlicher Einschüchterung und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt, wenn sie versuchen, die Zwangskonversion oder -heirat vor Gericht anzufechten.

Die Provinzen Sindh und Punjab sowie die Bundesregierung haben Gesetze zur Eindämmung von Zwangskonversionen vorgeschlagen. Doch diese Bemühungen sind aufgrund des politischen Widerstands religiöser Gruppen weitgehend ins Stocken geraten.

Bibi und ihre Familie werden weiterhin bedroht. Sie hoffen, dass die Gerichte zu ihrem Schutz entscheiden werden. Auch bittet die Familie ihre christlichen Glaubensgeschwister in Pakistan und im Ausland, sie in ihren Gebeten zu begleiten.

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85 finanzieren Anwälte zur Annullierung von Zwangsehen
100 garantieren Befreiungsaktionen für entführte Mädchen
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