CSI wird eine Erkundungsmission zur Verfolgung der Armenisch-Apostolischen Kirche durchführen. Eine Pressekonferenz aus Eriwan wird live übertragen.
Eine Delegation von Christian Solidarity International (CSI) wird in der ersten Februarwoche Armenien besuchen. Eine Fact Finding Mission soll das Vorgehen der armenischen Regierung gegen die Armenisch-Apostolische Kirche aufklären.
Der Besuch endet mit einer gemeinsamen Pressekonferenz in Eriwan mit dem Armenian Center for Political Rights (ACPR), einer in Eriwan ansässigen Menschenrechts-NGO, die einen umfassenden Rechtsbericht über die Anti-Kirchen-Kampagne der Regierung erstellt hat. Erich Vontobel, Mitglied des Schweizer Parlaments, wird ebenfalls an dem Besuch und der Pressekonferenz teilnehmen.
Pressekonferenz: Livestream ab 14 Uhr
Die Pressekonferenz wird am 3. Februar ab 17 Uhr Eriwaner Zeit (14 Uhr MEZ) live übertragen.
Gleichzeitig findet in Washington DC das Internationalen Gipfeltreffen zur Religionsfreiheit statt. Im Februar plant US-Vizepräsident JD Vance einen Besuch in Armenien und Aserbaidschan.
„Die Lage der Religionsfreiheit hat sich in Armenien seit diesem Sommer drastisch verschlechtert“, sagte Joel Veldkamp, Advocacy-Direktor von CSI. „Wir hoffen, diesen Besuch nutzen zu können, um die Teilnehmer des Gipfels auf die eskalierende Verfolgung der Armenisch-Apostolischen Kirche aufmerksam zu machen.“
Armenien verstößt gegen die Trennung von Kirche und Staat
Seit Juni 2025 hat die armenische Regierung vier Bischöfe und einen Priester inhaftiert. Dutzende weitere Personen wurden ebenfalls festgenommen, darunter Kirchenmitarbeiter, Anwälte der inhaftierten Geistlichen, Familienangehörige der Geistlichen und öffentliche Unterstützer der Kirche. Der Premierminister hat öffentlich versprochen, das Oberhaupt der weltweiten armenischen Kirche, Katholikos Karekin II., aus seinem Amt zu entfernen. Er werde ihn durch eine von einem staatlich eingesetzten Ausschuss ausgewählte Person zu ersetzen.
Aufgrund der unsicheren Lage in Armenien hat die Armenisch-Apostolische Kirche kürzlich bekannt gegeben, dass sie ihre Bischofsversammlung vom 16. bis 19. Februar nicht in Armenien, sondern in Österreich abhalten wird.
Bei einem früheren Besuch in Armenien im November, anlässlich des ersten Gebetsfrühstücks der Republik Armenien, traf eine CSI-Delegation mit lokalen Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Familienangehörigen und Anwälten der Inhaftierten zusammen.
CSI-Präsident: „Düsterer Präzedenzfall“
„Die Verfolgung der Armenisch-Apostolischen Kirche durch die armenische Regierung ist ein bedrückendes Zeichen für die Zukunft, nicht nur für das armenische Volk, sondern für alle in der internationalen Gemeinschaft, die Religionsfreiheit schätzen“, kommentierte Dr. John Eibner, Präsident von Christian Solidarity International. „Wenn eine mit den USA verbündete Regierung so unverhohlen versuchen kann, die Kontrolle über eine der ältesten Kirchen der Welt zu übernehmen, ohne dass es zu internationalem Widerstand kommt, wird dies einen düsteren Präzedenzfall für autoritäre Regierungen auf der ganzen Welt schaffen.“
„Wir fordern die Teilnehmer des IRF-Gipfels in Washington DC sowie Vizepräsident Vance auf, bei den armenischen Behörden zu intervenieren, um ihrer Kampagne gegen die armenische Kirche ein Ende zu setzen und die Menschen freizulassen, die sie im Rahmen dieser Kampagne festgenommen haben“, schloss er.


