CSI startet Petition: Freiheit für Neha!

Die 18-jährige Christin Neha Faqir wurde am 24. März 2026 aus einem Nähkurs entführt und zwangsislamisiert. Ein Gericht hat die Rückkehr zu ihrer Familie abgelehnt. Christian Solidarity International (CSI) startet deswegen eine Petition, damit sich der Deutsche Bundestag mit dem Fall beschäftigt.

Am 9. Juni hat ein pakistanisches Gericht die Rückkehr der entführten und zwangskonvertierten Neha Faqir (18) abgelehnt. Christian Solidarity International (CSI) hat den Fall von Beginn an betreut und den Anwalt finanziert. Neha verschwand am 24. März, nachdem sie einen Nähkurs besucht hatte. Über Wochen war ihr Schicksal ungewiss. Als der Vater den Besitzer des Nähzentrums anzeigte, folgten Drohungen und Einschüchterungen, die Anzeige zurückzunehmen.

Erst auf eine gerichtliche Anweisung hin wurde intensiv nach Neha gesucht – und in einer islamischen Religionsschule gefunden. Angeblich sei sie freiwillig zum Islam konvertiert. Ein mit ihrem Daumenabdruck bestätigtes Dokument – Neha ist Analphabetin – soll das beweisen. Auf ganz ähnliche Art wurde die 38-jährige Bibi zwangskonvertiert und zwangsverheiratet, da sie ein Dokument mit Daumenabdruck bestätigte, von dem sie glaubte, sie würde damit finanzielle Hilfe beantragen.

Entführt, zwangskonvertiert und vor Gericht komplett verhüllt

Vor Gericht erschien Neha vollverschleiert und in Begleitung von muslimischen Geistlichen und ebenfalls verhüllten Frauen. Der Richter verbot ihr, mit ihrer Familie zu reden. Unter dem Druck des Umfeldes sagte sie, dass sie nicht zu ihrer Familie zurückkehren wolle. Neha hat vor ihrer Entführung niemals davon gesprochen, zum Islam konvertieren zu wollen. Sie trägt nun den Namen „Ayesha“.

Jedes Jahr werden 1.000 Mädchen und junge Frauen in Pakistan Opfer von Entführung, Zwangskonversion und Zwangsverheiratung. Betroffen sind marginalisierte Gruppen. Die Christen, die nur ein Prozent der Bevölkerung stellen, gehören als Bürger zweiter Klasse dazu.

Fall Neha bereits im UK vorgestellt

Weil der Justizirrtum so skandalös ist, haben uns unsere pakistanischen Partner darum gebeten, den Fall international bekannt zu machen. Im Vereinigten Königreich hat dazu bereits eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Lord David Alton im britischen Parlament stattgefunden. Dort stellte Joel Veldkamp für CSI den „Fall Neha“ vor.

Nach ähnlichem Vorbild will CSI-Deutschland den Deutschen Bundestag dazu bewegen, sich mit dem Thema zu befassen. CSI hat deshalb eine Petition auf Change.org gestartet, damit sich der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mit dem Fall befasst und eine Aktuelle Stunde im Bundestag zugunsten von Frauenrechten in islamischen Ländern initiiert. Sie richtet sich deswegen an Mechthild Heil, die Vorsitzende des Ausschusses.

Unterzeichnen Sie hier die Petition: Freiheit für Neha – Zwangsislamisierung von Frauen beenden!