Das neu entstandene Emmaus-Haus in der syrischen Provinz Homs bietet behinderten Erwachsenen ein echtes Zuhause. Wie das von CSI geförderte Projekt verwundete Herzen heilt, erzählt Mitarbeiterin Céline.
In Syrien leben weiterhin über 90 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Die Stimmung im Land ist geprägt von großer politischer und wirtschaftlicher Instabilität. Aufgrund der erdrückenden Armut und den damit verbundenen alltäglichen Herausforderungen erhalten insbesondere behinderte Menschen nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Unterstützung. Angehörige religiöser Minderheiten leiden neben verschiedenen Formen von Diskriminierung zunehmend auch unter sozialer Vernachlässigung, denn oft haben ihre jüngeren Verwandten Syrien aus Angst vor Verfolgung verlassen. Einsamkeit, Angst und Not sind ihre traurigen Gefährten im syrischen Alltag.
Das Emmaus-Haus

Die lokalen Partner von CSI setzen sich in vielen Teilen Syriens mit Herzblut für die besonders Benachteiligten ein. Zum Beispiel im Emmaus-Haus, einem Zufluchtsort für Menschen, die von der Gesellschaft vergessen wurden.
Leiterin des Hauses ist Schwester Samia, Ordensfrau der Kongregation „Schwestern von den Heiligsten Herzen“, die seit vielen Jahren ein verlässlicher CSI-Projektpartner ist. Für neun Erwachsene, Frauen und Männer, mit kognitiven Beeinträchtigungen, die keine nahen Verwandten haben, ist das Emmaus-Haus ein dauerhaftes Zuhause. Hier leben sie in sauberen Räumen mit fließendem Wasser und Heizung im Winter in einer religiösen Atmosphäre. Zusätzlich sechs weitere Tagesgäste werden im Emmaus-Haus betreut. Mit viel Fürsorge kümmern sich Schwester Samia und ihr Team um sie. Auf dem Programm stehen leichte Gartenarbeit und die Zubereitung des eigenen Gemüses. Man kocht und isst gemeinsam, freut sich über Bastelstunden und kleine Ausflüge in die nähere Umgebung. Medizinische, psychologische und soziale Betreuung wird von den neun Mitarbeitern des Hauses gewährleistet.
Mehr als ein Job
„Ich bin nicht nur hier, um den Bewohnern zu helfen. Sie geben mir auch sehr viel zurück“, hält die junge Betreuerin Céline fest. Der Einsatz im Emmaus-Haus ist ihr erster fester Arbeitsplatz. Mit ihrem Gehalt unterstützt sie ihre mittellose Familie.
Céline betont: „Hier ist man füreinander da. Es ist mehr als ein Job; es ist eine tiefe Verbindung aus Zuneigung und Solidarität. Das Team und die Bewohner sind meine zweite Familie. Es ist eine Art Lebensschule für mich.“

Gemeinschaft der Hoffnung
Für die fleißige Pflegerin ist es ein Geschenk, sich im Emmaus-Haus zu engagieren. „Ich habe erkannt, dass wir alle in gewisser Weise unter Einschränkungen leiden“, sagt sie. Zu sehen, wie behinderte Menschen ohne Familie, die im heutigen Syrien sehr häufig verwahrlosen, nun integriert werden, schenkt nicht nur den Betroffenen, sondern auch dem Team neue Hoffnung.
CSI-Projekte in Syrien
Mit finanzieller Unterstützung trägt CSI dazu bei, den Betrieb des Emmaus-Hauses aufrecht zu erhalten.
CSI fördert in Syrien auch christliche Schulen und sinnstiftende Freizeitprogramme, psychosoziale Begleitung, die Gründung von Kleinunternehmen, Hungerhilfe und medizinische Versorgung.
Die Christen Syriens sind auf unsere Hilfe angewiesen. Vielen Dank für Ihre Solidarität!


