Kleine Initiativen, große Hoffnungen

Im Irak hilft CSI mit der Hammurabi-Organisation Christen dabei, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Imkerei-Workshops im Bezirk Mangesh vermitteln praktische Fähigkeiten und eröffnen bescheidene, aber echte wirtschaftliche Perspektiven.

Die Imkerei gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Im Irak hat sie eine über 4.000 Jahre alte Geschichte. Im Norden des Landes hat CSI in Zusammenarbeit mit der Hammurabi-Organisation diese alte Tradition fortgeführt. In mehreren Dörfern nördlich von Duhok (Bezirk Mangesh) haben sie kleine, wertvolle Initiativen zum Wohle der einheimischen Familien und Jugendlichen umgesetzt.

Die Imkerei-Workshops unterstützten Menschen, die oft nur begrenzte berufliche Möglichkeiten haben. Die Imkerei benötigt vergleichsweise geringe Anfangsinvestitionen, kann oft mit wenig Fläche starten und trägt zur Existenzgründung bei. Sie stärkt überdies lokale Netzwerke, etwa die Zusammenarbeit mit Bauern, Händlern und Schulen.

Mit bescheidenen Mitteln zum Erfolg

In den Imkerei-Workshops konnten die Teilnehmer Techniken der Bienenhaltung, den Umgang mit kleinen Bienenstöcken und die Verwendung von Schutzausrüstung erlernen. Das Interesse und das Engagement der Begünstigten während dieser praktischen Schulungen war groß, wie Fotos und Videos unseres Partners belegen.

Salam bedankt sich herzlich bei den beteiligten Organisationen und betont die Notwendigkeit weiterer Jugendschulungen. „Wir hoffen, dass unseren Jugendlichen weitere Kurse, insbesondere Sprachkurse, angeboten werden, um ihre Beschäftigungsaussichten zu verbessern.“

Raymond zeigt sich nach Abschluss der Imkerausbildung begeistert: Er hofft, seine neuen Fähigkeiten in seinem Dorf Bibidi anwenden zu können. Er wünscht sich weitere praktische Kurse, beispielsweise in Englisch oder Friseurhandwerk.

Asseel, eine junge Teilnehmerin, hebt die materiellen Vorteile des Projekts hervor, das kleine Bienenstöcke, Kleidung und die notwendige Ausrüstung bereitstellte. „Wir wünschen uns mehr Möglichkeiten, wie Nähen oder Friseurhandwerk, um unsere Familien zu unterstützen.“

Die Imkerei als Anfang

Die Antworten zeugen vom starken Willen der christlichen Familien, Arbeitsplätze zu schaffen und die Unabhängigkeit ihrer Familien zu stärken. Dazu braucht es neue, vielfältige Ausbildungsangebote. Imkereiprojekte sind zwar bescheiden, zeigen aber, was gezielte Maßnahmen bewirken können: Sie vermitteln praktische Fähigkeiten, produktive Ressourcen (Honig und Derivate) und Einkommensmöglichkeiten in Gebieten mit begrenzten wirtschaftlichen Perspektiven.

Die Initiative in Mangesh zeigt, dass es mit begrenzten, aber gezielten Mitteln möglich ist, Hoffnung zu wecken und konkrete Wege zur wirtschaftlichen Stärkung zu eröffnen. Die Begünstigten bringen ihre aufrichtige Dankbarkeit zum Ausdruck und wünschen die Fortsetzung und Ausweitung des Projekts. Das ist ein starkes Signal für Partnerorganisationen und Geldgeber, die sich für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung engagieren – damit Christen in ihrer Heimat eine Zukunft haben.

Spenden

So fördern Sie junge Christen im Irak:

35 sichern die Arbeit eines Kindergartens in Bartella
55 finanzieren kulturelle und sportliche Veranstaltungen
80 helfen bei der beruflichen Existenzgründung
individueller Betrag