Ihr ganzes Leben als Mädchen und junge Frau verbrachte Agul Deng Khon in der Sklaverei. Jeden Tag musste sie für ihren „Besitzer“ hart arbeiten und erntete dafür nur Tadel und Missbrauch. Sie war der Verzweiflung nahe. Doch schließlich kam die große Wende.
Die heute 26-jährige Agul Deng Khon wurde in die Sklaverei hineingeboren. Ihre Mutter und ihr Vater waren im Südsudan entführt und in den Sudan verschleppt worden, um dort als Sklaven zu schuften. Schon als Kind sah sie, wie ihre Eltern für die Familie eines arabischen Herrn arbeiten mussten. „Ich erinnere mich nur allzu gut, wie meine Mutter und mein Vater vom Sklavenbesitzer geschlagen wurden“, berichtet sie dem Team von CSI.
Als Agul älter wurde, verkaufte ihr Besitzer sie an Updyo, einen alten Araber ohne Familie. Agul musste bei ihm täglich hart arbeiten: „Ich putzte, kochte, holte Wasser, sammelte Brennholz und arbeitete auf dem Feld. Obwohl ich viel leistete, erhielt ich nie einen Lohn.“
Updyo verhielt sich äußerst rücksichtslos und brutal gegenüber der wehrlosen jungen Frau: „Ständig beschimpfte er mich als schmutzige Sklavin.“ Wenn sie krank war, durfte sie nicht zu einem Arzt gehen. „Er fuhr mich an, dass ich wie ein Hund sterben könne, weil ich eine Sklavin sei und mein Leben ihn nicht interessiere“, berichtet Agul.
Updyo vergewaltigte Adul immer wieder. Agul bekam drei Kinder von ihm. Zwei davon durften nicht bei ihr bleiben. Ihr „Besitzer“ nahm sie ihr weg und brachte sie zu seiner Mutter in eine andere Stadt. Mit zittriger Stimme bemerkt Agul: „Ich bat meinen Gebieter innigst, die Kinder nicht wegzugeben. Doch es war vergeblich. Ich konnte nichts dagegen tun.“ Der Sklavenhalter zwang sie außerdem, den muslimischen Glauben anzunehmen.
Aguls Leben als verachtete Sklavin war jahrelang von Leid und Entbehrungen geprägt. Sie befürchtete, niemals aus der Sklaverei entkommen zu können: „Nachts weinte ich oft und betete zu Gott, mich zu befreien.“
Ihre Gebete wurden offensichtlich erhört. Denn als sie am 27. Oktober 2025 wieder einmal Wasser holen musste, traf sie einen arabischen Befreier, der im Auftrag von CSI handelt. Sie ging mit ihm in sein Lager, wo er ihr versprach, sie gemeinsam mit seinen Männern zu beschützen. Agul wusste vor Glück kaum, wie ihr geschah. Zusammen mit ihrem jüngsten Kind und anderen ehemaligen Sklaven machte sie sich tags darauf zu Fuß auf den Weg in den Südsudan. Als Befreite erhielt Agul dort von CSI einen Sack mit Nahrungsmitteln und Werkzeugen sowie eine Milchziege. Sie ist glücklich: „Ich danke Gott und CSI, dass sie mich aus der Sklaverei befreit haben.“
Mit Ihrer Spende führt CSI Sklaven in die Freiheit.


