Punnu Masih wurde vom Ziegeleibesitzer, der ihn und seine Familie als Arbeitssklaven ausbeutete, schwer misshandelt. Seitdem ist er arbeitsunfähig. Die ganze Last der siebenköpfigen Familie trugen seine Frau Nazia und die älteste Tochter Muqadas. Doch nun ist die christliche Familie frei und kann für sich selbst sorgen, dank der Schuldentilgung durch CSI.
Punnu Masih (40) lebte mit seiner Frau Nazia Bibi (35) und ihren fünf Kindern auf einer Ziegelei in der pakistanischen Großstadt Lahore. Über 15 Jahre lang war die Familie in einem System der Schuldknechtschaft gefangen und arbeitete als Leibeigene der Ziegelfabrik.
Die Familie hat zwei Töchter und drei Söhne: Muqadas (13), Yashwa (11), Jessica (9), Kelib (7) und Musa (3). Keines der Kinder besuchte je eine Schule, denn sie mussten alle in der Ziegelei arbeiten, um zum Überleben der Familie beizutragen.
Folgenschwere Misshandlung
Viele Jahre lang konnte Punnu für seine Familie sorgen. Doch im Jahr 2023 nahm die Familie in einer Notsituation bei einem früheren Ziegeleibesitzer ein Darlehen auf. Als dieser verlangte, dass nicht nur er, sondern auch seine Frau und die älteste Tochter in der Ziegelei arbeiten sollten, widersetzte sich Punnu. Darauf wurde er brutal zusammengeschlagen. Die Gewalt hinterließ tiefe seelische Spuren. Punnu verlor seine geistige Orientierung und ist nun arbeitsunfähig.

Um die Schulden zu begleichen, übernahm ein anderer Ziegeleibesitzer den Kredit und band die Familie erneut an seine Ziegelei. „Seither trage ich allein die Last der Arbeit – gemeinsam mit meinen Kindern“, seufzt Ehefrau Nazia und fährt fort: „Mein Mann sitzt meist schweigend am Rand der Ziegelei oder bleibt in der Unterkunft, unfähig zu verstehen, was um ihn herum geschieht.“
„Die Ziegelei ist kein sicherer Ort für junge Mädchen.“
Nazia berichtete von den schweren Bedingungen in der Ziegelei: „Wir leiden unter der Hitze im Sommer, der eisigen Kälte im Winter wie auch der unhygienischen Umgebung. Zudem schlägt mir die ständige Sorge um die Gesundheit meiner Kinder aufs Gemüt.“
Besonders schwer wog bei Nazia die Angst um die heranwachsenden Töchter: „Die Ziegelei ist kein sicherer Ort für junge Mädchen.“ Und der Weg zur Kirche ist zu weit, sodass die Familie kaum geistliche Betreuung erhält.
Muqadas, die älteste Tochter, träumte immer davon, zur Schule zu gehen und eines Tages eine Ausbildung zu machen. Doch seit der Erkrankung ihres Vaters trägt sie Mitverantwortung für das Überleben der Familie. Sie musste täglich eine große Menge an Ziegeln formen.

Das neue Leben
Familie Masih war überglücklich, nachdem sie Anfang Februar 2026 erfuhr, dass sie aus der Knechtschaft der Ziegelei befreit wurde. Nazia Bibi sagte mit Tränen der Freude in den Augen: „Heute hat unser Leiden ein Ende gefunden. Ich danke Jesus, dass er CSI geschickt hat, um uns zu helfen. Wir leben jetzt an einem sauberen und sicheren Ort.“ Ihre Kinder gehen nun zur Schule, und CSI unterstützt auch die medizinische Behandlung von Punnu.
Nazia selbst hat eine neue Arbeit in einer Fabrik begonnen. Sie verdient umgerechnet € 65.- im Monat. „CSI hat mir zudem eine Nähmaschine gegeben, und ich mache damit Stickarbeiten. Nun kann ich zum Einkommen unserer Familie beitragen. Außerdem ist die erhaltene Büffelkuh ein großer Segen, da wir die Milch verkaufen können.“
Zukunft aufbauen
Muqadas, die älteste Tochter, freut sich ebenfalls: „Ich konnte früher nicht zur Schule gehen, weil ich als ältestes Kind viel Verantwortung zu tragen hatte. Jetzt, da wir frei sind, möchte ich eine Berufsausbildung machen und meine Zukunft aufbauen. Ich wünsche mir auch, dass meine jüngeren Geschwister eine gute Ausbildung bekommen. CSI hat uns Schulmaterial und Möbel gegeben, damit wir in einer guten Umgebung lernen können.“ Sie fügt glücklich hinzu: „Jetzt kann ich regelmäßig die Kirche besuchen, Gott für seine Segnungen danken und für die schnelle Genesung meines Vaters beten. Danke, CSI.“
Er mochte die Arbeit nicht
Auch Nazias ältester Sohn Yashwa bringt seine Dankbarkeit zum Ausdruck: „Wir sind jetzt frei von der Sklaverei. Ich mochte die Arbeit in der Ziegelei nicht, aber ich musste meiner Mutter bei Hitze und Kälte helfen. CSI hat uns Schuluniformen, Schuhe, Taschen, Tisch und Stühle gegeben, damit wir gut lernen können. Ich freue mich, dass wir nun regelmäßig in die Kirche und in die Sonntagsschule gehen können und das Wort Gottes hören und Gebete und Lieder lernen.“
Die ganze Familie dankt Gott für ihre Befreiung aus der Schuldknechtschaft und für das neue Leben voller Hoffnung und Zukunftsperspektiven.
Freiheit für christliche Familien! Ende der Schuldknechtschaft!


