Nepal: Nothilfe erreicht Opfer der Flut

Die Auswirkungen der Sturzflut vom 26. August erstrecken sich über mehrere Distrikte. So wurden im Distrikt Rasuwa etwa 1.800 Häuser zerstört, 3.900 im Distrikt Nuwakot – wo CSI Nothilfe leistet, im Distrikt Dhading 1.400 und im Distrikt Gorkha 250. In Chitwan wurden mehr als 100 Häuser zerstört.

Hinter diesen Zahlen stehen Tausende von Familien, die ihr Zuhause, ihr Eigentum und auch ihre Lebensgrundlage verloren haben. Einige besitzen nur noch die Kleidung, die sie am Leib tragen.

Auch die psychischen Auswirkungen werden immer deutlicher. Unser lokaler Partner berichtet, dass viele Menschen traumatisiert und überfordert wirken. Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll. Sie haben das Erlebte und ihre Verluste zu verarbeiten.

Viele Christen unter den Betroffenen

Das Gebiet, das CSI mit Hilfsgütern versorgt, hat eine geschätzte Einwohnerzahl von rund 15.000 Menschen. Etwa 2.500 Menschen sind Christen, die verschiedenen Gemeinden angehören. Durch die hindu-nationalistischen „Antikonversionsgesetzte“ sind die Christen stark eingeschränkt.

Nothilfepakete enthalten Matratzen, Moskitonetze, Decken, Taschenlampen, Wasserfilter, Seife und Küchenutensilien.

Nach Angaben lokaler Geistlicher haben auch Christen erhebliche Verluste erlitten. Mindestens zwei Kirchen wurden im von CSI betreuten Gebiet von Trishuli zerstört. 80 christliche Familien haben in der von CSI-Hilfslieferungen erreichten Region ihr Zuhause verloren. Viele christliche Familien haben durch die Wassermassen landwirtschaftliche Flächen verloren. Es gab auch Todesfälle.

Ehrenamtliche kochen in den kirchlichen Notunterkünften für die Flutopfer.

Trotz der großräumigen Zerstörung spielen die örtlichen Kirchen eine wichtige Rolle bei der Versorgung der von der Flut betroffenen Menschen. Ihr Wunsch ist es, inmitten dieser Krise „Salz der Erde und Licht der Welt“ zu sein – nicht nur für ihre Mitchristen. Sie wollen allen dienen, die in Not sind.

Notunterkünfte verpflegen die Menschen und geben Schutz

Acht provisorische Notunterkünfte wurden für Vertriebene in dieser Region eingerichtet. Zwei befinden sich in örtlichen Kirchen, vier in Schulgebäuden, eine in einem Gemeindezentrum und eine in einer Polizeistation.

Rund 1.200 Flutopfer übernachten in diesen Notunterkünften, während täglich viele weitere auf der Suche nach Essen dorthin kommen. Derzeit geht man davon aus, dass diese Zentren möglicherweise mindestens drei Monate lang in Betrieb bleiben müssen.

Die örtlichen Kirchen haben erhebliche Verantwortung übernommen. Ehrenamtliche betreiben die beiden in Kirchen untergebrachten Notunterkünfte, kochen Mahlzeiten, organisieren Hilfe und verteilen Hilfsgüter. Junge Christen helfen aktiv bei der Abwicklung und Verteilung der von CSI bereitgestellten Lebensmittel und Hilfsgüter.

Der Bedarf ist enorm. Eine Kirchengemeinde allein versorgt derzeit täglich zwischen 200 und 300 Menschen mit Mahlzeiten.

Die CSI-Hilfslieferung ist bei den Flutopfern angekommen und wird von jungen Helfern verteilt.

Die über die kirchlichen Notunterkünfte geleistete Hilfe von CSI steht jedem offen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Alle Hilfesuchenden können warme Mahlzeiten erhalten und haben einen Platz zum Schlafen.

Lokale Amtsträger haben den Beitrag der Kirchen gewürdigt. Sie betonten, dass die von den Kirchen betriebenen Notunterkünfte gut organisiert und „schön und sauber“ seien.

Wie die Hilfe von CSI wirkt

Bei unserer ersten Hilfslieferung am 2. September verteilte unser lokaler Projektpartner Notpakete an mehr als 100 Familien. Diese Pakete enthielten praktische Dinge, die von Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, dringend benötigt werden: Planen, Decken, Matratzen, Moskitonetze, Taschenlampen, Wasserfilter, Seife und Küchenutensilien.

Die Straßen in das Katastrophengebiet sind halsbrecherisch.

Mit den von CSI bereitgestellten Lebensmitteln wurde anders verfahren. Anstatt sie direkt an einzelne Familien zu verteilen, wurden die Vorräte an die von den Kirchen betriebenen Notunterkünfte sowie an eine Notunterkunft in einer ehemaligen Schule übergeben, wo Ehrenamtliche damit Mahlzeiten für die vielen hungernden Menschen zubereiten. Dieser Ansatz bedeutet, dass die von uns bereitgestellten Lebensmittel die laufende Arbeit der Notunterkünfte zielgenau unterstützen.

Eine zweite Hilfslieferung wurde am 8. September erfolgreich abgeschlossen. Sie versorgte diesmal 250 Familien mit Hilfspaketen und übergab Nahrungsmittel für ca. zwei Wochen an zwei Notunterkünfte.

Notunterkünfte sind überlebenswichtig: Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Die Lage ist nach wie vor äußerst schwierig und der Bedarf der verzweifelten Menschen wird weit über die ersten Hilfslieferungen hinaus bestehen bleiben. Doch trotz der Verwüstung sind lokale Kirchen und Freiwillige Tag für Tag im Einsatz, um zu helfen. CSI steht weiterhin fest an der Seite der Flutopfer und der tatkräftigen einheimischen Helfer.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für die Menschen in Nepal mit Ihrer Spende.