Eine verheerende Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet begrub Menschen unter sich und hinterließ in den zerstörten Dörfern Chaos und Verzweiflung. Viele Familien, die als Selbstversorger leben, verloren ihre Existenz. CSI bringt Hilfspakete an abgelegene Orte und plant Aufbauhilfe. Danke für Ihre Unterstützung!
Augenzeugen der Sturzflut vom 26. August berichten: „Die Flut kam überraschend und mit großem Tempo. Viele Menschen konnten nicht mehr fliehen.“ Die dunkelbraune, mit Felsen und Geröll vermischte Wasserwalze donnerte mit hoher Geschwindigkeit durch die Distrikte Rasuwa, Nuwakot und Dhading im Norden von Nepal. Nichts konnte der Gewalt der Sturzflut standhalten. Brücken, Straßen, Wohnhäuser – alles walzte sie nieder. Hunderte Menschen kamen dabei ums Leben. Unzählige Menschen flohen. Wie viele Menschen innerhalb weniger Minuten ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage verloren haben, ist noch nicht abzuschätzen.

Schule, Markt, Kirche weggeschwemmt
Im Ort Battar am Trishuli-Fluss existiert die Dorfschule nicht mehr. Strom gibt es nicht. Die Märkte wurden weggespült. Die Punaruthan-Kirche im nahen Betrawati ist eingestürzt. Mitglieder der Trishuli-Kirche werden vermisst und die Häuser von 80 Gläubigen dieser Gemeinde wurden zerstört. Pastor Iswor Pudasaini kommen die Tränen: „Wir benötigen dringend Lebensmittel und Unterstützung beim Wiederaufbau. Bitte betet für uns!“

Auch Christen betroffen
In Rasuwa und dem Nuwakot Distrikt leben über 35.000 Christen. Davon sind Tausende von der Flut direkt oder indirekt betroffen. Im Distrikt Rasuwa wurden nach ersten Angaben fünf Kirchen zerstört, im Distrikt Nuwakot sind es mindestens 15 Kirchen. Viele Menschen aus diesen Kirchengemeinden werden derzeit noch vermisst. Durch die hindu-nationalistischen „Antikonversionsgesetzte“ sind die Christen stark eingeschränkt. Sie erleben Diskriminierung im Alltag und Neugetaufte erleiden oft Schwierigkeiten durch ihre Familien und Gemeinschaften. In den von der Flut betroffenen Gebieten befürchten Christen nun, dass sie bei der Hilfe benachteiligt werden könnten.
Schnelle Hilfe: Lebensmittel und Notunterkünfte
Jetzt muss es schnell gehen. CSI ist seit Jahren in Nepal aktiv. Für die Verteilung der Nothilfe stützen wir uns auf den langjährigen lokalen Projektpartner und sein eingespieltes Netzwerk von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus lokalen Kirchen. Die Hilfspakete werden an alle Betroffenen verteilt, ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit. In einem ersten Schritt werden mehrere hundert Familien mit dem Allernötigsten versorgt. Und zwar mit Reis, Hülsenfrüchten, Öl, Salz und Zucker sowie mit Zeltplanen für Notunterkünfte, Decken, Matratzen, Moskitonetzen, Taschenlampen, Mittel zur Trinkwasseraufbereitung, Seife und Küchenutensilien. Die Hilfspakete werden an Familien und Gemeinschaften verteilt, die von anderen Hilfsprogrammen nicht oder nur schwer erreicht werden.
Nach Einschätzung des CSI-Projektverantwortlichen wird der Bedarf an Hilfe weit über die verteilte Soforthilfe hinausgehen. Neben der Nothilfe werden viele Familien in den kommenden Wochen und Monaten Unterstützung beim Wiederaufbau ihrer Häuser benötigen. Helfen Sie uns, die schwer getroffenen Menschen auf ihrem langen Weg zurück in die Normalität zu begleiten.
Mit Ihrer SPENDE unterstützen Sie die Opfer der Flut in Nepal.
Jeder Betrag zählt. Vielen Dank!


