Jahrelange Schuldknechtschaft, Kinderarbeit, Entführung – christliche Ziegeleisklaven in Pakistan sind schutzlos. Zwei von CSI befreite Familien zeigen, wie ein Leben danach gelingen kann.
Foto: Atish, Mariam, Synthia und Avik, die Kinder von Ashraf und Kalsoom, zeigen stolz ihre Schuluniform mitsamt Ranzen.
In den Ziegeleien Pakistans fristen zahlreiche christliche Familien ein Leben in Schuldknechtschaft: ohne Bewegungsfreiheit, ohne Schulbildung für ihre Kinder, oft ohne medizinische Versorgung. Als religiöse Minderheit sind sie besonders schutzlos und von Armut betroffen. Zwei Geschichten aus den vergangenen Wochen zeigen, dass ein menschenwürdiges Leben möglich ist – dank Ihrer Spenden!
Gefangen in der Schuldenfalle
Ashraf und Kalsoom aus Jalalabad verbrachten 18 Jahre in der Ziegeleisklaverei. Als Ashraf 2017 bei der Arbeit stürzte und sich das Knie brach, lieh er sich Geld vom Fabrikbesitzer für die Behandlung – ein Schritt, der die Familie noch tiefer in die Schuldknechtschaft trieb. Krank, erschöpft und ohne Aussicht auf Befreiung mussten sogar die älteren Töchter in der Ziegelei mitarbeiten statt zur Schule zu gehen. Die älteste, Synthia, trug einen stillen Wunsch im Herzen: aus der Bibel lesen zu können.
Dank CSI-Spenden wurden die Schulden zurückbezahlt. Ashraf erhielt eine Rikscha und verdient nun seinen eigenen Lohn. Synthia geht heute zur Schule. „Durch die Gnade Gottes und die Hilfe von CSI wurde uns ein neues Leben geschenkt. Jetzt können wir endlich unsere Kinder zur Schule schicken und den Gottesdienst besuchen“, freut sich Kalsoom.

Ein Geschenk zu Ostern
Tania, die 14-jährige Tochter von Arshad und Shabana Masih, kann wegen einer Muskelerkrankung nicht mehr laufen. Ihre Eltern waren ebenfalls 18 Jahre lang an eine Ziegelei gebunden, ehe CSI sie befreite und der Familie eine Rikscha für den Warentransport zur Verfügung stellte. Der CSI-Partner Anjum besucht die Familie regelmäßig und bringt Geld für Tanias Medikamente. Kurz vor Ostern überraschte er sie mit einem Geschenk – worüber sie sich von Herzen freute. Tania singt leidenschaftlich gerne Psalmen und träumt davon, eines Tages Nonne zu werden.
Arshad und Shabana sind vor allem dankbar, dass ihre fünf Kinder nun die Schule besuchen können. „Das Geschäft läuft so gut, dass ich damit meine Familie ernähren kann. Wir sind Gott und Ihnen unendlich dankbar“, berichtete Arshad.

Freiheit für christliche Familien! Ende der Schuldknechtschaft!


