Der islamistische Terroranschlag vom 22. Juni auf die St.-Elias-Kirche im Herzen von Damaskus mit inzwischen fast 30 Toten und 60 Verletzten hat die Christen Syriens ins Mark getroffen. Dschihadisten wollen das Christentum aus seiner zweitausendjährigen Heimat tilgen. Das neue Regime in Damaskus ist nicht fähig und auch nicht gewillt, die christlichen Bürger zu schützen.

In dieser Dunkelheit möchte CSI Mut machen. Wir stehen seit Jahren an der Seite der notleidenden Christenheit Syriens, die jetzt aufgrund von Islamisierung, Arbeitslosigkeit und Armut in ihrer Existenz bedroht ist.
Angst, Bedrohung, Armut
Dr. Nabil Antaki, CSI-Beiratsmitglied und Projektpartner in Aleppo, wird nicht müde, an die schwierige Situation der syrischen Christen zu erinnern: „Viele fürchten eine Islamisierung des Landes. Sie wollen nicht unter der Scharia leben. Ihre größte Sorge gilt dem Verhalten der regierungsnahen Kämpfer: junge Männer zwischen 20 und 25 Jahre aus Idlib, bisher ohne Kontakt zu anderen Religions- oder Volksgruppen in Syrien. Von Kind auf wurde ihnen eingetrichtert, dass nur Sunniten gut seien, alle anderen (Schiiten, Drusen, Alawiten, Christen) seien ‚Ungläubige‘.“
Christen sehen sich am Arbeitsplatz, in den Schulen und Universitäten einem subtilen Druck zur Konversion zum Islam ausgesetzt. Viele Richter, Beamte, Polizisten und Soldaten des alten Regimes – darunter viele Christen – wurden von den dschihadistischen Machthabern entlassen und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Dazu kommt, dass viele Produkte des täglichen Bedarfs sehr teuer geworden sind und die Wohnungsmieten sich verdoppelt haben. Mit lokalen kirchlichen Partnern leistet CSI konkrete Hilfe: Lebensmittel, medizinische Versorgung, Bildung.

Projekt „Elias“
In diesem Sommer starten wir mit christlichen Ehrenamtlichen in Damaskus das Projekt „Elias“ zur finanziellen Unterstützung für christliche Familien. 50 bitterarmen Familien haben wir verbindlich für sechs Monate Unterhalt zugesagt. Mit EURO 50.- können Sie einer christlichen Familie das tägliche Brot für einen Monat sichern.
CSI steht unverbrüchlich an der Seite der Christen Syriens
Neben vielen anderen Projekten im Bildungsbereich und der humanitären Hilfe setzen wir auch unsere politische Advocacy-Arbeit für Christen und andere Minderheiten Syriens fort. Bei den Vereinten Nationen in Genf organisierte CSI am 1. Juli eine vielbeachtete Informationsveranstaltung mit hochrangigen Referenten zur Lage der Religionsfreiheit in Syrien. Weitere Aktionen im politischen Berlin sind in Vorbereitung.
PROJEKT "ELIAS" - Hilfe für christliche Familien in Damaskus


