Schutz für die verfolgten Christen in Nigeria

Wenn islamistische Fulani-Milizen angreifen, zählt jede Minute. Mit dem neuen Projekt „Frühwarnsystem“ will CSI Dorfbewohnern in Nigeria die Flucht ermöglichen, bevor es zu spät ist. Unabhängiger Journalismus soll über die Christenverfolgung aufklären und Druck auf die Regierung ausüben.

Nigeria ist für Christen das gefährlichste Land der Welt. Islamistische Fulani-Milizen haben zwischen Januar und Juni 2026 über 2.500 Christen in Nigeria getötet, weitere 2.800 entführt und 300 Kirchen zerstört. Im selben Zeitraum haben Dschihadisten über 800 Christen – vornehmlich Frauen und Kinder – zwangsislamisiert. Viele Opfer der Überfälle wurden schwer verletzt und leiden unter einem lebenslangen Trauma. Alice Steven wurde verstümmelt – die Angreifer schlugen ihr mit einer Machete die Hand ab. Ihr kleiner Sohn Nenche, dem die Angreifer in den Rücken hackten, überlebte nur durch ein Wunder.

Deswegen ist es selbst für die Überlebenden schwer, in den Alltag zurückzufinden. Familien sind zerrissen worden; oft sind die Männer als Versorger der Familien ausgefallen. Verstümmelungen machen es ihnen unmöglich, die schwere Feldarbeit zu bewältigen. Verwandte, die finanziell aushelfen oder eine Bleibe besorgen können, sind ermordet worden. Kinder müssen ohne Vater und Mutter überleben. Hunderte sind vertrieben worden und müssen sich in der Fremde zurechtfinden. Insbesondere die Witwen leiden mit ihren Kindern darunter.

Die Überfälle der islamischen Fulani-Milizen sind daher eine schwere Last für die nigerianischen Gemeinschaften. Das vornehmliche Ziel ist es, die Christen von ihren angestammten Ländereien zu vertreiben. Dafür ist ihnen jede Form des Terrors recht. Die friedlichen Bauern sind den Angriffen der nomadischen Fulani meistens hilflos ausgeliefert.

Das Projekt „Frühwarnsystem“ gegen Dschihadisten

Christian Solidarity International (CSI) setzt sich deswegen nun intensiv dafür ein, die christlichen Dorfbewohner vor dieser Gefahr zu schützen. Erst im Juni hat ein Team von CSI zahlreiche Gemeinden besucht und mit Opfern der Angriffe gesprochen; allein im Juni 2026 wurden mehr als 150 Christen ermordet. Das Christentum führt buchstäblich einen Überlebenskampf in den entlegenen Gebieten des Middle Belts, der Übergangszone zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden Nigerias.

CSI setzt sich mit einem neuen Projekt deshalb für ein Frühwarnsystem ein. Die Dorfbewohner in der Region sollen mit Motorrädern und Benzin ausgestattet werden, um frühzeitig zu warnen und Evakuierungen vorzubereiten. Vorräte an Nahrungsmitteln und Medikamenten müssen außerdem vorbereitet werden, um Opfer auch in entlegenen Gegenden per Motorrad zu versorgen. Nachtsichtgeräte und Radios sollen insbesondere bei Nachtangriffen helfen, um eine schnelle Kommunikation und Warnung zu ermöglichen.

Zusätzlich brauchen die Christen Medizin-Kits und eine ärztliche Versorgung auf Klinikniveau, um den Tod zahlreicher Opfer zu verhindern, wie es in der Vergangenheit geschehen ist. Bluttransfusionen müssen den hohen Blutverlust kompensieren. Überfallene Christen müssen direkt versorgt und im Notfall auch operiert werden können.

Unabhängige Berichterstattung über die Christenverfolgung

Zugleich investiert CSI in eine unabhängige Berichterstattung über die Christenverfolgung vor Ort. Immer noch propagieren zahlreiche Medien das Bild, es handle sich um einen „sozialen“ Konflikt zwischen Hirten und Bauern. Die wahren Ausmaße der Verfolgung bleiben dagegen im Dunkeln. Überlebende berichten dabei immer wieder von der Mitwisserschaft oder gar Mittäterschaft lokaler staatlicher Akteure.

Etablierte nigerianische Journalisten sollen daher in Zukunft genauer die Motive der Islamisten beleuchten, Beweise für die Inkompetenz oder gar Verstrickung von Behörden liefern und somit Druck auf die nigerianische Regierung ausüben, um endlich aktiv gegen den Genozid am nigerianischen Christentum vorzugehen.

Die Christen Nigerias brauchen Schutz: Helfen Sie mit Ihrer Spende dabei, den Massakern entgegenzuwirken und die Opfer der Dschihadisten zu versorgen!

Spenden

Christen in Nigeria sind bedroht. Bitte helfen Sie!

45 sichern das Projekt Frühwarnsystem
50 garantieren Arzneimittel für Opfer des Dschihad
100 bringen einer Familie Lebensmittel für 2 Wochen
individueller Betrag