Sudan – Nahrungsmittel für Kriegsflüchtlinge

Die Menschen im mehrheitlich von Christen bewohnten sudanesischen Bundesstaat Südkordofan (Nuba-Berge) leiden unter dem Krieg zwischen den Rebellen der „Rapid Support Forces“ (RSF) und der sudanesischen Armee (SAF). Die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Al-Fashir durch die RSF Anfang November 2025 markiert einen dramatischen und blutigen Sieg. Die Berichte über unmittelbar folgende Gräueltaten an der Zivilbevölkerung bestätigen einmal mehr die skrupellose Kriegsführung beider Seiten. Mit der faktischen Teilung des Landes – der Westen unter Kontrolle der Rebellen, der Osten dominiert von der Armee des Regimes in Khartum – droht eine massive Intensivierung des Bürgerkriegs. Die Folge ist eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Das Leid von Millionen Vertriebenen, die Zahl der Toten und die sich unaufhaltsam verschärfende Hungersnot führen den Sudan in den Abgrund.

CSI hilft in Flüchtlingslagern im Süden des Landes, wo jetzt akut Hunger herrscht. Dazu gehören die stark betroffenen Regionen Nuba-Berge, Blue Nile und Abyei. Allein im Flüchtlingscamp Thobo kämpfen rund 50.000 Menschen um ihr Überleben: Es mangelt an Nahrung, Trinkwasser und Medikamenten. Kinder müssen anderthalb Stunden zur nächsten Schule laufen, um Bildung zu erhalten. CSI bringt dringend benötigte Hilfsgüter, insbesondere Reis, Sorghum, Bohnen, Zucker, Mehl, Öl, Planen, Schlafmatten und Moskitonetze.

CSI erreicht hungernde Familien auch an abgelegenen Orten.

Christen ernähren sich von Blättern

Fatuma und Nafisa, zwei junge Mütter, sind mit ihren Kindern aus Kadugli geflohen, der größten Stadt in den Nuba-Bergen, weil dort heftige Kämpfe tobten. Der Hunger trieb sie ins Flüchtlingslager in Thobo, wo sie seit über einem Jahr festsitzen. Hin und wieder bekommen die Familien etwas Nahrung zugeteilt, aber sie reicht nie aus. Fatuma beschreibt die Situation mit klaren Worten: „Schauen Sie diesen Baum hier — wir kochen und essen die Blätter, weil wir häufig keine andere Nahrung haben. Manchmal suchen wir auch Gräser.“ Und sie fügt traurig hinzu: „Wir haben so wenig zu essen, dass wir das Wenige für den Abend aufheben, damit wir mit etwas im Magen einschlafen können.“

Fatuma und Nafisa haben fast nichts zu essen für ihre Kinder.

Auch die 35-jährige Kaltuma Kofi Tiya leidet. Die geflüchtete Mutter erzählt: „Früher arbeitete ich als Reinigungskraft in Khartum und konnte so meine sieben Kinder ernähren. Nach Ausbruch des Kriegs musste ich mit ansehen, wie meine Nachbarn getötet wurden. Ich bekam Todesangst und floh mit den Kindern aus der Stadt. Hier im Lager fühle ich mich sicherer. Aber wir haben fast nichts zu essen!“

CSI steht Hungernden bei.

Bitte helfen Sie, damit Fatuma, Nafisa und unzählige andere Familien wieder Hoffnung schöpfen können. CSI steht den Hungernden im Sudan bei: Wir liefern Nahrungsmittel, bringen Saatgut und landwirtschaftliche Geräte, damit die Menschen die kommende Regenzeit zur Aussaat nutzen und sich wieder ernähren können.


Dringend benötigte Nahrungsmittelhilfe

Dringend benötigte Nahrungsmittelhilfe


 

Spenden

Ihre Unterstützung macht einen Unterschied. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, zu helfen.

40 bringen einer Familie ein Nothilfepaket (Hirse, Plane, Decken)
85 dienen der Bereitstellung von Saatgut
120 kosten landwirtschaftliche Geräte, die eine Familie zum Ackerbau benötigt
individueller Betrag