Als die Christin Tamar erfährt, dass sie Brustkrebs hat, kann sie sich die Therapie nicht leisten: Der Krieg und die Wirtschaftskrise in Syrien haben ihre Reserven aufgezehrt. Tamar ist eine von 139 Krebskranken, denen CSI eine Therapie ermöglicht.
Tamar ist siebzig Jahre alt, lebt mit ihrer Schwester in Aleppo zusammen – und hat Brustkrebs. In Syrien, wo die Wirtschaftskrise alle finanziellen Absicherungen und Rücklagen zerstört hat, ist das eine Katastrophe. Die wenigen verbliebenen Christen wie Tamar können die Kosten einer Chemotherapie kaum stemmen. Tamar ist eine von 139 Krebspatientinnen und -patienten, die seit 2025 vom Maronitischen Sozialhilfekomitee Aleppo und Christian Solidarity International unterstützt werden.
Tamars Krebserkrankung blieb zunächst unbemerkt, selbst nach einer Mammographie. Erst nachdem sie einen Spezialisten zu Rate zog, folgten mehrere Tests, die den Brustkrebs feststellten. Mit der anschließenden Chemotherapie kam Tamar jedoch nicht zurecht: Nach vielen schweren Nebenwirkungen endete die Therapie mit einem Ohnmachtsanfall und einem notfallmedizinischen Einsatz. Der Spezialist hatte ihr eine zu hohe Dosis verschrieben. Der neue Onkologe verschrieb eine mildere Chemotherapie sowie zusätzlich eine Mastektomie.
Hilfe für syrische Krebspatienten aus allen christlichen Konfessionen
Tamars Kreuzweg wäre ohne finanzielle Hilfe kaum zu bewältigen gewesen. Jede Injektion kostet rund 220 Euro – das Dreifache von Tamars monatlicher Rente von 70 Euro. Ohne die Unterstützung des Maronitischen Sozialhilfekomitees und von CSI, die zusammen im Schnitt zwischen 50 und 80 Prozent der Kosten für Tests, Röntgenaufnahmen, MRT-Untersuchungen und Krebsmedikamente übernehmen, wäre die Behandlung nicht möglich gewesen. Tamar erzählt, dass sie nicht nur die finanzielle Zuwendung, sondern auch die Freundlichkeit und der Respekt, mit dem sie behandelt wurde, tief berührt haben.
„Ich erbitte hundertfachen Segen für diejenigen, die dieses Projekt finanzieren, und ich bete für sie, denn sie geben uns, ohne uns zu kennen: Das berührt mich so sehr, dass ich nicht anders kann, als für sie zu beten.“
Mit ihrer Brustkrebsbehandlung steht Tamar nicht allein. In 67 der 139 betreuten Fälle war Brustkrebs die häufigste Erkrankung, gefolgt von Prostata- und Darmkrebs. – Krieg und Sorgen, Angst und ständige Bedrohung, Armut und Umweltverschmutzung haben zu massiven Gesundheitsschäden bei Syrern jeder Altersschicht geführt. Die Hilfe von CSI kam daher allen Konfessionen in Aleppo zugute: armenisch-apostolische, griechisch-katholische, griechisch-orthodoxe, chaldäische, syrische, lateinische, maronitische und protestantische Christen profitierten gleichermaßen. Aktuell deckte das Projekt Kosten von mehreren zehntausend Euro ab. Bereits im vergangenen Monat hat CSI über das Schicksal von Nancy berichtet, die ihren Kampf gegen den Leberkrebs gewonnen hat.
Tamar dankt allen Spendern von CSI für ihre wertvolle Hilfe:
„Ich erbitte hundertfachen Segen für diejenigen, die dieses Projekt finanzieren, und ich bete für sie, denn sie geben uns, ohne uns zu kennen: Das berührt mich so sehr, dass ich nicht anders kann, als für sie zu beten.“
Syriens Christen brauchen unsere Hilfe, um durchhalten zu können. Besonders dringend ist die Versorgung der Bevölkerung Aleppos mit medizinischen Dienstleistungen und Medikamenten.


