Der Bürgerkrieg im Sudan tobt unvermindert. Auf der Flucht vor Drohnen verlor Muoda ihren Mann aus den Augen. Sie weiss nicht, ob er noch lebt. Im Eri-Flüchtlingslager fühlt sie sich mehr oder weniger sicher. Ihre Zukunft und jene ihrer Kinder ist indes ungewiss.
Als der Krieg Muodas Heimatstadt erreichte, änderte sich alles: „Wir hörten die Drohnen, bevor wir sie sahen – bei ihrem Summen schlug uns das Herz bis zum Hals.“ Sie versteckten sich, warteten, beteten. Doch die Angst blieb.
Die schwangere Muoda, ihr Mann und die Kinder beschlossen, zu fliehen. Hastig brachen sie auf. Mitten im Chaos der Flucht verlor Muoda ihren Mann aus den Augen.

Allein mit den Kindern marschierte sie weiter. Zwei Wochen lang wusste Muoda nicht, ob sie und ihre Kinder den nächsten Tag erleben würden – Gefahren lauerten von allen Seiten.
„Es gab Momente, in denen ich nicht wusste, ob ich die Kraft habe, weiterzumachen“, erklärt sie. Doch der Gedanke an ihre Kinder trieb sie voran: „Ich bin doch für sie verantwortlich. Ich muss sie beschützen.“
Seit Mitte November 2025 lebt Muoda im Eri-Flüchtlingscamp in den Nuba-Bergen, im Süden des Sudan. Hier hat sie ihr jüngstes Kind zur Welt gebracht und hier fühlt sie sich einigermaßen sicher. „Ich kann endlich wieder schlafen, ohne das Geräusch von Drohnen über uns zu hören.“ Allein das sei schon ein Segen, sagt sie.
Gemeinsam gegen den Hunger im Flüchtlingslager

Doch die Zukunft bleibt ungewiss. Muoda kämpft jeden Tag darum, ihre Kinder zu ernähren. Sie träumt sie von einem Leben, in dem ihre Kinder zur Schule gehen können und keine Angst mehr haben müssen.
Ein Zeichen der Hoffnung war ein großes Nahrungsmittelpaket von CSI. Für Muoda war es mehr als nur Hilfe in der Not – sie verstand es als Zeichen, dass sie in ihrem Leid nicht vergessen wurde.
Im Jahr 2026 hat CSI im Rahmen der Aktion „Gemeinsam gegen den Hunger – Nothilfe für Christen im Sudan“ bereits in sechs Flüchtlingslagern Nahrungsmittel an 1546 Familien, d.h. 9276 Einzelpersonen verteilt. In der Regenzeit zwischen Mai und Oktober könnte sich die Lage der Menschen jedoch weiter zuspitzen, da Straßen umpassierbar zunehmend werden.
Durch die unsicheren Straßen können auch Ärzteteams nicht zu den Flüchtlingslagern vordringen, was zum Tod vieler schwangerer Frauen geführt hat. CSI verteilt aktuell daher Hebammenausstatung in den Flüchtlingslagern, um das Leben der Mütter und ihrer Neugeborenen zu retten.
Schenken Sie Hoffnung
Muoda ist nicht allein mit ihrem Schicksal. Tausende vertriebene Familien sind heute auf Unterstützung angewiesen, um zu überleben und den Grundstein für einen Neuanfang zu legen.
Bitte helfen Sie mit einer Spende, Familien wie jener von Muoda das Nötigste zu geben: Nahrung, Sicherheit und den Glauben an eine bessere Zukunft.
Gemeinsam gegen den Hunger - Nothilfe für Christen im Sudan


