ZDF berichtet über Ziegeleisklaven

Millionen Menschen schuften in Pakistans Ziegeleien als Ziegeleisklaven, viele davon in zweiter und dritter Generation. Das ZDF berichtet in einer Dokumentation außergewöhnlich deutlich über die Zustände. CSI setzt sich für die Befreiung der Familien ein.

Allein in diesem Jahr hat CSI über sechs verschiedene Familien berichtet, die als Ziegelsklaven ihr Leben fristen. Einige davon haben mittlerweile den Weg in die Freiheit gefunden: Die Väter können mit der von CSI erhaltenen Rikscha auf eigenen Beinen stehen und Geld verdienen, die Mütter sich um die Familie kümmern und die Kinder endlich zur Schule gehen. Die großzügigen Spenden der Freunde von CSI ermöglichen ihnen ein Leben in Freiheit und Würde.

Doch für viele Familien bleibt die Ziegelsklaverei in Pakistan Alltag. Mehrere Millionen Menschen schuften an den Brennöfen des Landes, nachdem sie in Schuldknechtschaft geraten sind. Viele davon sind bereits in zweiter oder dritter Generation in dem Teufelskreis aus Zwangsarbeit, Krankheit und Schulden gefangen. Bis zu 1.000 Ziegel müssen die Ziegelsklaven am Tag formen. Viele schaffen nur einige hundert – was weniger Lohn und noch mehr Schulden bedeutet. Für sie gibt es keine Perspektive mehr, weil sie ihr Leben lang an die Öfen und die Kredite der Besitzer gebunden sind.

Christen sind von der Ziegelsklaverei besonders betroffen

Das Zentrum dieser Mischung aus Ziegelindustrie und Sklaverei befindet sich im Punjab, in der Nähe der Millionenstadt Lahore. Hier formen bereits Kinder Ziegel aus Lehm, weil ihre Familien sonst nicht überleben können. Bis zu zwölf Stunden mühen sich die Menschen in der extremen Hitze Pakistans ab, um ihr Pensum zu erfüllen, nur, um anschließend in heruntergekommenen Baracken auf dem Gelände der Ziegelei zu leben, die die Mindeststandards kaum erfüllen. Die hygienischen Zustände sind oftmals katastrophal, der Strom fällt häufig aus.

Besonders betroffen von der Ziegelsklaverei sind die religiösen Minderheiten in der Islamischen Republik Pakistan: Schiiten, Hindus und Christen. Christen sind als marginalisierte Gruppe besonders verletzlich, weil ihnen die sozialen Vernetzungen fehlen. Neben Entführungen, Zwangsislamisierung und Zwangsverheiratung sind sie deswegen auch Opfer der Ziegelsklaverei – sie werden grundsätzlich als Bürger zweiter Klasse angesehen. Häufig sehen sie sich auch dazu gezwungen, aufgrund ihrer Armut eine Niere zu verkaufen; in Pakistan grassiert der Organhandel. In die Kirche können die Ziegelsklaven nicht gehen – sie werden damit ihrer Religion entfremdet.

Das ZDF legt den Finger in die Wunde

Das Auslandsjournal des ZDF hat im August einen aufrüttelnden Beitrag zu den Zuständen in pakistanischen Ziegeleien ausgestrahlt. Statt von einer bloßen Schuldknechtschaft oder einer „Form von moderner Sklaverei“ zu sprechen, nennt die Dokumentation die Zustände deutlich beim Namen: Ziegelsklaverei. Die Bilder zeigen Familien und Kinder, die in die Abhängigkeit geraten und zu bloßen Objekten degradiert worden sind, die unter schlimmsten Bedingungen ihr Leben fristen. Der Aufseher sieht sie als Faulpelze an, die ihr Schicksal verdient haben.

Dort interviewt das Team den zwölfjährigen Rajid Ali. Er muss arbeiten, seitdem er acht Jahre alt ist. Eine Schule hat er nie besucht. Seine Lebenswünsche sind bescheiden: neue Schuhe, neue Kleider – und einmal gut zu essen.

Auch Suneel und seine Familie träumen von der Freiheit

Es sind Wünsche, die auch den vielen christlichen Familien entsprechen, die CSI aus ihrem Sklavendasein zu befreien sucht. Suneel Masih ist wie Rajid erst zwölf Jahre alt. Er muss zusammen mit seiner vierzehnjährigen Schwester Suneha in der Ziegelei arbeiten, weil der Vater beim Lehmtragen einen Schulterbruch erlitten hat. Sie haben drei kleine Geschwister: Neha (10), Zobia (8) und Yashwa (6). Selbst die Kleinsten müssen helfen, so gut sie können.

CSI bezahlt die Schulden der Familien beim Ziegeleibesitzer – die Kosten dafür belaufen sich in den meisten Fällen auf 1.000 bis 1.500 Euro. Um den Familien einen eigenen Lebensunterhalt zu ermöglichen, statten wir die Familienväter meist mit Rikschas aus, damit sie Geld über Transportdienste selbst verdienen können. Helfen Sie christlichen Ziegelsklaven auf dem Weg in die Freiheit!

Spenden

Freiheit für christliche Familien! Ende der Schuldknechtschaft!

€ 45 versorgen eine Arbeiterfamilie mit Nahrungsmitteln/Monat
€ 60 gewährleisten kostenfreie medizinische Betreuung
€ 1200 kostet die durchschnittliche Schuldentilgung zur Befreiung einer Familie
€ individueller Betrag