Ziegelsklaverei: Kinder müssen für ihren kranken Vater arbeiten

Als der Vater einen Schulterbruch erleidet, müssen seine Kinder Suneel und Suneha in der Ziegelei einspringen. Sie sind damals noch in der Grundschule – die sie abbrechen müssen. Ohne Bildung droht ihnen die lebenslange Schuldknechtschaft.

Suneel Masih ist erst zwölf Jahre alt. Aber der Junge schuftet bereits wie ein Erwachsener. Seitdem er sechs Jahre alt ist muss er in der Ziegelei unter der sengenden Sonne Pakistans arbeiten. Der Tag beginnt früh, endet spät und besteht dazwischen aus den Strapazen zwischen Lehmgrube und Ziegelöfen. Zeit zum Spielen bleibt ihm keine. In die Schule kann er nicht gehen, weil er für die Familie Geld verdienen muss. Selbst der Gottesdienst am Sonntag ist für den christlichen Jungen kaum möglich.

Auch Suneels ältere Schwester Suneha arbeitet in der Ziegelei. Die 14jährige musste die Schule ebenfalls verlassen, um die Familie über Wasser zu halten. Die Arbeit ist bei den extremen Wetterverhältnissen besonders anstrengend. Wie ihr Bruder kann sie ihre Kindheit nicht genießen – oder sich auf eine andere berufliche Perspektive vorbereiten. Saubere Kleidung fehlt. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal.

Mit Neha (10), Zobia (8) und Yashwa (6) gibt es noch drei weitere Geschwister. Die Kinder werden häufig krank. Die medizinische Versorgung ist unzureichend.

Ein Schulterbruch besiegelt das Schicksal der Familie in der Ziegelsklaverei

Suneel und Suneha müssen arbeiten, weil sich ihr Vater schwer verletzt hat. Nasir Masih (36) erlitt vor sieben Jahren beim Lehmtragen einen Schulterbruch. Eine medizinische Behandlung konnte er sich nicht leisten. Den Bruch auskurieren konnte er ebenso wenig – schon wenige Tage nach dem Unfall nahm er die Arbeit wieder auf, obwohl ihm die Ärzte zu mehreren Monaten Ruhe geraten hatten.

Die Verletzung heilte daher nie aus und bereitet dem Vater deshalb bis heute furchtbare Schmerzen. Das Formen der Ziegel wird zur Qual. Suneel und Suneha müssen ihm daher zur Hand gehen, um den Familienunterhalt zu bestreiten. Suneha bereut, dass sie nicht mehr die Schule besuchen kann. Suneel dagegen wünscht sich, mit seinen Freunden zu spielen.

Die Familie Masih steckt daher in der Schuldknechtschaft fest. Ohne Bildung keine Berufsperspektive und keine Chance auf Freiheit. Unfälle wie die von Nasir sind nicht selten – und fesseln ganze Familien über Generationen in der Ziegelsklaverei. Mutter Sana (37) sieht daher mit Sorge auf die Zukunft ihrer Kinder. Nicht nur der Lebensunterhalt ist unsicher. Ohne Gottesdienstbesuch besteht auch die Gefahr, dass die Kinder im mehrheitlich muslimischen Land nicht im christlichen Glauben wachsen.

Christian Solidarity International (CSI) setzt sich dafür ein, dass christliche Ziegeleisklaven endlich in Würde leben können. CSI bezahlt die Schulden der Familien beim Ziegeleibesitzer – die Kosten dafür belaufen sich in den meisten Fällen auf 1.000 bis 1.500 Euro. Um den Familien einen eigenen Lebensunterhalt zu ermöglichen, statten wir die Familienväter meist mit Rikschas aus, damit sie Geld über Transportdienste selbst verdienen können. Helfen Sie Suneel, Suneha und ihrer Familie auf dem Weg in die Freiheit!

Spenden

Freiheit für christliche Familien! Ende der Schuldknechtschaft!

45 versorgen eine Arbeiterfamilie mit Nahrungsmitteln/Monat
50 gewährleisten kostenfreie medizinische Betreuung
1000 kostet die durchschnittliche Schuldentilgung zur Befreiung einer Familie
individueller Betrag