Seit 12 Jahren lebt Markus Garba mit seiner Frau und seinen Kindern im Flüchtlingslager Shuwari in Maiduguri. Hier suchte die Familie wie viele andere Christen Zuflucht vor der Terrorgruppe Boko Haram – doch die prekären Bedingungen im Camp rauben ihnen Kraft.
Nachdem Anhänger von Boko Haram Markus‘ Dorf Tinene im Bezirk Gwoza angegriffen hatten, floh er mit seiner Familie in die Stadt Maiduguri. Im Camp Shuwari schöpften sie zunächst Hoffnung und glaubte an eine schnelle Rückkehr in ihr Dorf und zu ihren Feldern. Doch der Alltag im Lager dort ist hart, und eine Rückkehr in ihre Heimat weiterhin nicht in Sicht.
Platzmangel, Arbeitslosigkeit und Hunger
„Ich war einer der ersten Bewohner im Lager. Mit der Zeit kamen immer mehr Menschen, die hier Zuflucht suchten. Heute gestaltet sich das Miteinander sehr schwierig“, erzählt Markus, der schon seit 12 Jahren im Lager ist und vom täglichen Kampf ums Überleben gezeichnet ist.
Das Zusammenleben verschiedenster Ethnien auf engem Raum führt zu Konflikten und Ausgrenzungen. „Für meine Kinder ist es eine große Herausforderung, ihre Identität zu finden. Sie verstehen nicht, warum sie hier im Camp feststecken ‒ ohne ausreichend Schulbildung und ohne Freiheit“, berichtet Markus.
Elternlose Kinder und Jugendliche teilen sich häufig zu zehnt ein kleines Zelt. Sie schlafen zwischen Abfall und Sand. Ausbildung oder Arbeit finden sie kaum. „Auch für Familienväter wie mich ist es fast unmöglich, im Lager einen Job zu finden. Das frustriert uns, denn ohne Einkommen können wir unsere Familien nicht versorgen“, sagt Markus.
Hinzu kommt die anhaltende Lebensmittelknappheit, mit der die Menschen im Camp täglich konfrontiert sind. Der Hunger ist ein ständiger Begleiter.
Bitte um Gebet und Vertrauen auf Gott
Markus weiß: „Manchmal ist das Gebet das Einzige, was bleibt.“ Deshalb bittet er darum, für die Menschen im Lager zu beten.
Die Behauptung des Gouverneurs von Borno, die von Islamisten zerstörten Dörfer würden wieder aufgebaut und die Vertriebenen könnten zurückkehren, entspreche nicht der Wahrheit. Markus Garba: „Auch nach Jahren sitzen wir immer noch hier fest. Und unsere Heimat ist weiterhin von Boko Haram besetzt.“
Doch selbst in diesem Elend verliert Markus nicht die Zuversicht. „Wir warten darauf, dass Gott eingreift. Wir beten, dass er uns befreit und nach Hause zurückführt. Wir vertrauen auf unseren Herrn.“
CSI unterstützt in Nigeria notdürftige Menschen wie Markus und seine Familie mit Lebensmittelpaketen und medizinischer Versorgung.
Christen in Nigeria sind bedroht. Bitte helfen Sie!


