Buchempfehlung: Der letzte Mönch von Tibhirine

11. Dezember 2015

Trotz mehrfacher Bedrohung durch militante Rebellen beschliesst die kleine Schar der Mönche, im Kloster Tibhirine zu bleiben. CSI-Leserin Franziska Wiederkehr hat das eindrückliche Buch gelesen.



Dies ist eine Geschichte voller Liebe zu Gott und den Menschen, die vom Kloster Tibhirine («die Gärten») in Algerien handelt, das 1937 gegründet wurde. Auf 1100 Metern Höhe, umgeben von fruchtbaren Feldern und Wäldern, beteten und arbeiteten Christen und Muslime in nächster Nähe in grosser Einfachheit zusammen. Sie suchten Gemeinsamkeiten und lebten friedlich miteinander.

Dank eines Arztes in ihrer Gemeinschaft war das Kloster auch Krankenstation und leistete der Bevölkerung auch sonst jede mögliche kostenlose Hilfe.

Die Mönche aus Frankreich, Deutschland und Luxembourg fügten sich ein in die Bräuche und Sitten des Landes, ertrugen die anfängliche Feindseligkeit und Missverständnisse. Sie suchten immer wieder die Freundschaft durch Dialog, Vertrauen in gemeinsamer Arbeit und Dienst an den islamischen Brüdern und Schwestern.

1991 brechen in Algerien Unruhen aus und die Mönche werden von militanten Rebellen bedroht. Sie verweigern jede Zusammenarbeit und bleiben ihrem Friedensauftrag treu. Sie fliehen auch nicht, sondern wollen den Nachbarn beistehen.

Im März 1996 werden sieben der Mönche entführt und in Geiselhaft ermordet. Ein Mönch, Jean Pierre Schuhmacher, überlebt und wird damit zum Zeugen.

Dieses Buch spricht Menschen an, die sich für historische Zusammenhänge interessieren, ebenso wie für die Kraft des Glaubens, die sich in Menschenleben niederschlägt. Poesie und Tiefgang reichen sich in diesem spannenden Buch die Hand. 

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