Junge Christin durch CSI-Partner befreit

Schon 2020 prangerte CSI auf internationaler Ebene das Verbrechen an der heute 16jährigen Christin Sadaf Khan an: Am 6. Februar 2019 wurde das damals 14jährige Mädchen von Mubashir Abbas, einem entfernten Nachbarn, aus ihrem Zuhause im Distrikt Bahawalpur entführt. Noch am selben Tag wurde sie zwangsislamisiert und mit ihm verheiratet. Es ist dem Einsatz von CSI und CSI-Partner Professor Anjum Paul zu verdanken, dass Sadaf heute wieder bei ihren Eltern lebt.

 

Leichtsinniger Gerichtsentscheid

Mit Hilfe von CSI konnten sich Sadafs Eltern einen Anwalt leisten, der den Fall ihrer entführten Tochter vor Gericht brachte. Bei der Anhörung am 5. Juni 2020 erschien die minderjährige Sadaf vollverschleiert. Ihre Körperhaltung spiegelte Not und Angst wider. Der Richter aber hatte kein Interesse, ihr Gesicht zu sehen. Ihm genügte die gefälschte Eheurkunde, auf der das Alter des Mädchens mit 18 Jahren eingetragen war. So entschied der Richter leichtfertig zugunsten des Peinigers und wies den Vorwurf der Entführung als unbegründet ab. Sadaf blieb in den Händen ihres Entführers.

 

Die Wende

Nach dem enttäuschenden Urteil gab der CSI-Projektpartner Professor Anjum Paul den Kampf für die junge Christin nicht auf. Er brachte ihren Fall vor ein Vormundschaftsgericht, das die Hintergründe Sadafs dubioser Heirat genauer untersuchte und sich auch von Abbas’ einflussreicher Familie nicht einschüchtern ließ. Am 30. April 2021 bestätigte das Gericht, dass das Mädchen zwangsverheiratet worden sei und es sofort zu ihren Eltern zurückgebracht werden müsse.

Sadaf wurde inzwischen zu ihren Eltern gebracht und ist glücklich, ihrem Entführer entkommen zu sein.

Nachdem Sadaf psychologische Betreuung erhielt, begann sie Mitte August 2021 eine von CSI finanzierte sechsmonatige Ausbildung als Kosmetikerin. Sie freut sich darauf, einen Beruf zu erlernen und bald schon ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können.

 

Aufmerksamkeit schaffen

In einem Interview mit CSI berichtet Sadaf von ihrer leidvollen Geschichte, um auf das Schicksal weiterer christlicher Mädchen in Pakistan aufmerksam zu machen: „Am Tag meiner Entführung wurde ich in einen Raum mit vielen Menschen gebracht. Sie sagten mir, dass ich den Islam annehmen solle. Ich wollte das nicht. Doch sie drohten mir, mich und meine Eltern zu töten.

Unter massivem Druck nahm ich den Islam an. Als ich gegen meinen Willen verheiratet wurde, war ich 14 Jahre alt. In den zwei Jahren meiner Gefangenschaft wurden an mir fünf Abtreibungen vollzogen. Obwohl ich starke Schmerzen hatte, wurde ich nie medizinisch betreut.“

Sadaf erzählt weiter: „Der Mann, mit dem ich verheiratet war, sagte mir, dass er bald noch eine richtige Muslima heiraten werde. Ich musste von morgens früh bis abends spät schwere Hausarbeit verrichten und wurde immer schlecht behandelt. In diesen zwei Jahren verging kein Tag, an dem ich mir nichts sehnlicher wünschte, als bei meinen Eltern und Geschwistern zu sein. Ich durfte meine Familie jedoch niemals besuchen und wurde ständig überwacht.

Am Tag der Gerichtsverhandlung wurde ich in einen Niqab gesteckt und mit dem Tod bedroht, falls ich sagen würde, dass ich nicht aus freiem Willen zum Islam konvertiert sei und geheiratet habe. Ich durfte nicht einmal meine Mutter grüßen.

Am Tag meiner Befreiung fühlte ich mich wie ein Vogel, der für lange Zeit in einem Käfig gefangen war und kaum glauben kann, dass er endlich wieder frei fliegen darf. Ich bin so glücklich, dass ich wieder mit meinen Eltern vereint bin.“

Spenden

CSI befreit entführte christliche Mädchen:

40 garantieren die Bereitstellung von Anwälten
45 helfen betroffenen Familien bei Verdienstausfall
125 decken Ausbildungskosten und psychologische Betreuung
individueller Betrag