„Sie werden durch das Embargo in Haft genommen und führen ein teilweise sehr, sehr beschwerliches, elendes Leben.“

19. Februar 2019

Der Bischof von Eichstätt, Dr. Gregor Maria Hanke unternahm vom 10. bis zum 18. Februar 2019 eine Solidaritätsreise nach Syrien.



„Sie werden durch das Embargo in Haft genommen und führen ein teilweise sehr, sehr beschwerliches, elendes Leben.“

Syrien zeigt sich im Frühjahr 2019 als ein Land, das sich nach Frieden und Normalität sehnt. In vielen Gebieten Syriens schweigen die Waffen. Die syrische Armee (SAA) hat Kontrollpunkte und Stellungen abgebaut. Straßen und Häuser werden ausgebessert und neu aufgebaut. An der syrischen Visaausgabestelle an der Grenze zum Libanon flimmern auf Bildschirmen Werbespots des Tourismusministeriums der Arabischen Republik Syrien, die historische Gebäude und Orte zeigen – auch die vielen alten und neuen christlichen Wallfahrtsorte und Kirchen des Landes, das sich tatsächlich als die Wiege des Christentums bezeichnen darf.

In den Gesichtern vieler Einwohner zeigt sich Mut, Lebensfreude und Hoffnung auf Frieden und einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Bischof Dr. Gregor Maria Hanke besuchte Syrien im Februar 2019, um seine Solidarität mit den Menschen in Syrien auszudrücken. Er traf Menschen vieler religiöser Bekenntnisse und besuchte christliche und muslimische Einrichtungen in den Großstädten Damaskus, Homs, Aleppo und begab sich auch in abgelegene Dörfer, um einen Einblick in den Alltag der Syrer zu Beginn des neunten Kriegsjahres zu erlangen.

Besonders kritisch beurteilten christliche und muslimische Syrer die westlichen Wirtschaftssanktionen, die den Wiederaufbau Syriens behindern und das Leid vieler Syrer mehren. Bischof Hanke skizziert die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen auf die Situation der Menschen in Syrien daher in einem Interview auf der Homepage seines Bistums Eichstätt entsprechend scharf: „Das trifft vor allem die einfachen Leute auf der Straße, die Leute, die wenig zum Leben haben. Sie werden durch das Embargo in Haft genommen und führen ein teilweise sehr, sehr beschwerliches, elendes Leben.“

Der mutige Bischof von Eichstätt zeigt sich im Interview davon überzeugt, dass wir Christen in Deutschland den Menschen in Syrien dringend helfen sollen und fordert die Polituik zum Handeln auf: „Wir sollten unsere Schwestern und Brüder in Syrien unterstützen durch unser Gebet. Wir sollten sie auch materiell unterstützen, wir sollten den Wiederaufbau ermöglichen.“

Hier geht es zur Seite des Bistums Eichstätt mit dem Interview von Bischof Hanke:

https://www.bistum-eichstaett.de/start/aktuelle-meldungen-details/news/den-menschen-kraft-und-hoffnung-geben-interview-mit-bischof-gregor-maria-hanke-zu-syrienreise/

 

 

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Projekt Syrien