Athur wurde in die Sklaverei im Sudan hineingeboren. „Ein arabischer Herr kann mit dir alles machen“, erzählt sie. „Ich hatte keine Wahl. Entweder tat ich es für ihn, oder er drohte mir, mich zu töten.“ Nach Jahren der Beschimpfungen, Prügel und Demütigungen lebt sie nun in Freiheit.
Athur Arop Akol wurde in die Sklaverei hineingeboren. Arabische Milizen hatten ihre Eltern aus dem heutigen Südsudan entführt und in den Sudan verschleppt. Sie wuchs als Sklavenmädchen bei ihrem „Herrn“ auf. Sie wurde gewaltsam von ihrer Mutter getrennt – was aus ihr geworden ist, weiß Athur bis heute nicht.
Athur war zuerst Spielgefährtin, dann Babysitterin der Kinder der Sklavenhalterfamilie. Schon in jungen Jahren wurde sie von ihrem Besitzer missbraucht. „Ein arabischer Herr kann mit dir alles machen“, erzählt sie. „Ich hatte keine Wahl. Entweder tat ich es für ihn, oder er drohte mir, mich zu töten.“
Als Sklavin besaß Athur nicht einmal ein Bett – sie musste auf dem Boden schlafen. Jeden Tag musste sie Wasser schleppen, abwaschen, Haus und Hof putzen. Sie bekam lediglich gebrauchte Kleider. Auch der Schulbesuch wurde ihr verwehrt. Athur arbeitete hart, jeden Tag, und erhielt dafür nie Lohn. Stattdessen beschimpften Herr, Frau und Kinder sie als „Hund“, „Affe“ oder „dreckige Sklavin“. Sie wird geschlagen, wenn sie nicht genau ihre Befehle erfüllt.
Athur wehrte sich nicht. Sie kannte Sklaven in der Gegend, bei denen ihre „Besitzer“ ihre Drohungen wahrgemacht hatten: Widerspruch bestraften sie mit dem Tod.
Gedemütigt, geschlagen, zum Islam gezwungen
„Ich musste zum Islam übertreten, und mir wurde die weibliche Genitalverstümmelung aufgezwungen. Es tat so weh, und ich habe viel geweint“, erzählt Athur. „Mein arabischer Herr sagte, ich müsse das tun, um eine reine muslimische Frau zu sein.“
Jeder Tag war ein Tag des Schmerzes für sie. Die Sklaverei zerstörte den besten Teil ihres Lebens. Trotz ihrer harten Arbeit musste Athur weitere Demütigungen erleiden: „Für meinen Besitzer war ich nicht mehr als ein Tier.“
2026 wurde Athur endlich befreit. Ein CSI-Partner erkannte die junge Frau als Sklavin und führte sie mit zahlreichen anderen Männern und Frauen in den Südsudan. Athur ist heute 25 Jahre alt. Sie hat ihr ganzes Leben als Gefangene verbracht. Der Sklavenbefreier war der erste Mensch, der freundlich zu ihr war.
„Ich danke den Spendern dafür, ein freier Mensch zu sein!“
Als eine von vielen Neuankömmlingen erhielt Athur genügend Nahrung, eine Mutterziege sowie ein Survival Kit. Schon auf dem Fußmarsch in den Süden hatte sie neue Kleider erhalten. Allein im Frühjahr 2026 hat CSI rund 300 Sklaven aus dem Sudan befreit.
Athur ist überglücklich über ihr neues Leben: „Ich danke CSI sowie den Spendern dafür, dass sie mir geholfen haben, ein freier Mensch zu sein. Ich danke Gott, dass er mir geholfen hat, ein freier Mensch zu sein!“
Mit Ihrer Spende führt CSI Sklaven in die Freiheit.


